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Kindergeld oder Kinderfreibetrag

Der folgende Ratgeber beantwortet alle wichtigen Fragen rund um das Thema: „Kindergeld oder Kinderfreibetrag?“. Als Elternteil sollte man diese Möglichkeiten auf jeden Fall kennen. Denn zumeist steht dir und dem anderen Elternteil entweder Kindergeld oder der sogenannte Kinderfreibetrag zu. Wenn du darüber hinaus auch noch recht wenig verdienst, kannst du einen Kinderzuschlag beantragen.

Was muss ich machen, um den Kinderfreibetrag absetzen zu können?

Kindergeld wie auch den Kinderzuschlag musst du bei der Familienkasse beantragen. Wenn deine Steuererklärung ansteht, füllst du die Anlage mit dem Namen Kind aus, um den Abzug der Kinderbetreuungskosten, des Schulgelds oder auch des Ausbildungsfreibetrags zu beantragen. Letzterer kann beansprucht werden, wenn ein Kind auswärts wohnt oder gerade eine Berufsausbildung macht. Ein wichtiger Punkt: Wenn du dich von deinem Partner trennst oder ihr Euch scheiden lasst, bekommt nur einer von euch das Kindergeld. Die steuerlichen Freibeträge gelten dagegen für euch beide und werden aufgeteilt.

Diese betragen derzeit 8.388 € pro Kind.

Grundsätzlich muss jeder Mensch, der Geld verdient, zum Beispiel durch eine Arbeit oder auch die Vermietung einer Wohnung, Einkommenssteuer auf seine Verdienste bezahlen. Doch es gibt auch Personengruppen, für die dies nicht gilt. Und genau da kommen die oben genannten Freibeträge ins Spiel. Dazu gehören unter anderem Eltern von leiblichen sowie von adoptierten Kindern und teilweise sogar von Pflegekindern. Durch die Freibeträge sorgt der Staat dafür, dass Eltern stets ausreichend Geld zur Verfügung haben, um den Lebensunterhalt der Kinder zu bezahlen sowie auch eine Ausbildung zu finanzieren.

In deinem Steuerbescheid wird berücksichtigt ob für dich das Kindergeld oder der Kinderfreibetrag besser ist. Das Kindergeld wird den Eltern jeden Monat ausbezahlt. Bei deiner Steuererklärung kommen dann die Steuerfreibeträge zum Tragen und der oben genannte Betrag von maximal 8.388 € wird mit dem Jahreseinkommen verrechnet. Dabei handelt es sich um eine Summe aus zwei einzelnen Beträgen. Das sind zum einen der wirkliche Kinderfreibetrag, der aktuell 5.460 € beträgt. Zum anderen liegt der sogenannte Erziehungsfreibetrag bei derzeit 2.928 €. Das Finanzamt prüft, ob die Steuererstattung durch den Kinderfreibetrag höher ist als das ausbezahlten Kindergeld. Ist dem so, wird die Differenz ausbezahlt.

Woher weiß ich, ob ich lieber Kindergeld oder Kinderfreibeträge wählen sollte?

Grundsätzlich kannst du immer nur eine Form der Steuererleichterung nutzen. Doch du musst dir selbst keine Gedanken darüber machen, welche Variante für dich besser ist. Stattdessen übernimmt das Finanzamt diese Prüfung und entscheidet, wie du finanziell unterstützt wird. Dieser Vorgang wird auch als Günstigerprüfung bezeichnet.

Wie kann ich den Kinderfreibetrag bei mehreren Kindern absetzen?

Wenn du mehrere Kinder hast, bekommst du für jedes Kind den kompletten Kinderfreibetrag. Dabei kommt das sogenannte Halbteilungsprinzip zum Tragen. Hier ist entscheidend, ob du verheiratet bist oder ein Kind mit deinem Partner in einer Lebensgemeinschaft hast. Denn dadurch sind unterschiedliche Steuerklassen-Kombinationen möglich. Wenn du dazu Fragen hast, solltest du dich bei einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein beraten lassen.

Wie werden die Kinderfreibeträge berechnet?

Um zu verstehen, wie die Kinderfreibeträge berechnet werden, haben wir hier ein kleines Beispiel vorbereitet. Wenn ihr als Vollzeit arbeitende Elterngemeinschaft eine kleine Tochter habt und zusammen etwa 50.000 € im Jahr verdient, wird dieser Betrag versteuert. Wie viel Geld euch dabei abgezogen wird, berechnet das Finanzamt. Und zwar einmal ohne den Steuerfreibetrag und einmal mit.

Wer kann den Kinderfreibetrag und damit die Steuervorteile beantragen?

Grundsätzlich steht der Kinderfreibetrag beiden Elternteilen zu 50 % zu und das so lange, bis das Kind 18 Jahre alt ist. Macht das Kind eine Ausbildung oder studiert, gilt der Kinderfreibetrag sogar bis zum 25. Lebensjahr. Was viele nicht wissen: Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Kinderfreibetrag auch auf die Stiefeltern oder die Großeltern

Wie ist der Kinderfreibetrag bei einer Scheidung oder Trennung geregelt?

Solltet ihr euch trennen oder scheiden lassen, wird für beide Partner die Hälfte berücksichtigt. Beachte aber, dass ihr eurer Unterhaltspflicht mindestens zu 75 % nachkommen müsst, um die Steuervergünstigung zu erhalten. Dabei ist es egal, ob das Kind bei dir oder beim anderen Elternteil lebt. Sollte einer von euch der Unterhaltspflicht nicht wie oben beschrieben nachkommen, erhält der andere Part den kompletten Kinderfreibetrag von 8.388 €.

Wie läuft die Übertragung des Kinderfreibetrags ab?

Oben wurde bereits erläutert, dass beiden Elternteilen der sogenannte Kinderfreibetrag zusteht. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, diesen auf einen von Euch komplett zu übertragen. Allerdings müssen dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, die nun etwas genauer erläutert werden:

  • ihr müsst eine getrennte Einkommenssteuererklärung abgeben
  • ein Elternteil muss einer Unterhaltspflicht zu weniger als 75 % nachkommen beziehungsweise nicht unterhaltspflichtig sein
  • der Elternteil, der den Antrag stellt, muss einer Unterhaltsverpflichtung zu mehr als 50 % nachkommen, wenn das Kind bei ihm lebt

Sind diese Voraussetzungen gegeben, kann der Kinderfreibetrag auf einen Elternteil komplett übertragen werden. In diesem Fall würde dieser dann auch den oben erwähnten Ausbildungsfreibetrag erhalten.

Abschließende Bemerkung: Kindergeld oder Kinderfreibetrag?

Es ist immer sinnvoll, eine Einkommenssteuererklärung abzugeben, um Steuervorteile zu nutzen. Das gilt auch für den Fall, dass du angestellt bist und eben nicht selbstständig oder Freiberufler. Du kannst fast immer irgendwelche Posten angeben, die sich für dich steuermindernd auswirken. Das gilt zum Beispiel auch für den Kinderfreibetrag, der oben genauer beschrieben wurde. So kannst du durch diesen maximal 8.388 € von deinem Jahreseinkommen abziehen, um den zu versteuernden Betrag zu verringern.

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