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Freigiebigkeit wird belohnt - Spenden in der Einkommensteuererklärung absetzen

Deutschland ist Weltmeister - und das seit 2014 nicht nur im Fußball. Auch was die Spendenbereitschaft der Bevölkerung hierzulande angeht, liegt unser Land schon seit Jahren immer auf einem der weltweiten Spitzenplätze. Mehrere Milliarden Euro spenden die Bundesbürger jährlich für die unterschiedlichsten Zwecke und Organisationen. Und diese Freigiebigkeit wird vom Staat belohnt, denn Spenden können in der Steuererklärung als Sonderausgaben abgesetzt werden, und das in nicht unbeträchtlicher Höhe. Dadurch lässt sich mit einer guten Tat auch noch die eigene Steuerbelastung deutlich reduzieren. Voraussetzung für die Anerkennung der Spende in der Einkommensteuererklärung ist, dass Sie erstens über einen Beleg für die Spende, eine sogenannte Spendenquittung verfügen. Andererseits muss die Organisation, für die Sie spenden, auch anerkannt und zum Empfang von Spenden berechtigt sein. Zu den anerkannten Institutionen, die Spenden annehmen und Quittungen dafür ausstellen dürfen, gehören zum Beispiel gemeinnützige Organisationen und Vereine sowie Stiftungen und auch politische Parteien. Nicht anerkannt werden dagegen Spenden an Vereine, die in ihrer Hauptsache der Freizeitgestaltung dienen, zum Beispiel also Sportvereine oder ein Karnevalsverein. Spenden an gemeinnützige Organisationen können Sie bis zur maximalen Höhe von 20 Prozent Ihres gesamten Einkommens leisten und auch entsprechend in der Steuererklärung absetzen. Diese Spenden mindern Ihr zu versteuerndes Einkommen. Spenden in den Vermögensstock einer Stiftung können Sie bis zu einer Höhe von einer Million leisten (bei zusammen veranlagten Ehepaaren bis 2 Mio.). Geltend machen können Sie diese in Ihrer Einkommensteuererklärung des Jahres der Zuwendung oder in den darauf folgenden neun Jahren. Auch an politische Parteien können Sie Spenden leisten. Hier können Sie die Hälfte der Spende bzw. Mitgliedsbeiträge direkt von Ihrer Steuerlast abziehen - bis zu einem Höchstbetrag von 825 Euro pro Jahr bzw. dem doppelten Betrag bei zusammen veranlagten Ehepaaren. Außerdem können Sie noch Spenden bis zu einem Höchstbetrag von 1.650 Euro (bzw. 3.300 Euro) als Sonderausgabe pro Jahr in der Steuererklärung geltend machen. Aber nicht nur Geldspenden können in die Einkommensteuererklärung als Sonderausgabe mit einfließen. Sie können nämlich auch Sachspenden leisten oder sogar Ihren Einsatz im Ehrenamt für eine gemeinnützige Organisation als Spende deklarieren. Bei Sachspenden sollten Sie jeweils den Zeitwert der gespendeten Gegenstände in die Steuererklärung eintragen. Üben Sie ein Ehrenamt aus und möchten den Zeitaufwand als Spende absetzen, dann benötigen Sie dafür eine schriftliche Bescheinigung. Aus dieser muss hervorgehen, dass Ihnen für Ihre Tätigkeit zum Beispiel eine Übungsleitervergütung zusteht, Sie aber auf diese verzichten und sie dem Verein praktisch spenden. Der Anspruch darauf muss auch in der Vereinssatzung ersichtlich sein. Nur dann können Sie Ihr Ehrenamt als Spende in der Einkommensteuererklärung geltend machen. Sie sehen, es lohnt sich auch für Sie selbst, Gutes für andere zu tun, spätestens bei Ihrer nächsten Steuererklärung.

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