Zurück
Steuergott Steuergott Steuergott Steuergott Steuergott Steuergott

Welche Unterlagen muss ich bei der Steuererklärung einreichen?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Denn es kommt darauf an, welche Posten du angeben musst und wie gut du dich auf die Steuererklärung vorbereitest. Von einem Selbstständigen werden zumeist andere Angaben gefordert als von einem Angestellten. Idealerweise legst du alle Nachweise, Bescheinigungen und auch Dokumente auf den Schreibtisch und beginnst dann mit dem Ausfüllen der unterschiedlichen Formulare.

Steuererklärung welche Dokumente einreichen: Welche Schreiben muss ich in der Steuererklärung einfügen? Seit dem Jahr 2017 gibt es eine sogenannte Belegvorhaltepflicht. Diese besagt, dass du deine Steuererklärung auch ohne Dokumente, Bescheinigungen und Schreiben einreichen kannst. Allerdings musst du die entsprechenden Nachweise immer passend aufbewahren, um sie zur Hand zu haben, falls das Finanzamt sie einsehen will. Idealerweise legst du dafür einen Ordner an und heftest alle wichtigen Belege ab. So hast du sie stets griffbereit und musst nicht erst stundenlang danach suchen. Einige Belege musst du sogar bis zu zehn Jahre aufbewahren und kannst sie dann erst entsorgen. Genau damit beschäftigt sich der folgende Artikel und beschreibt, welche Dokumente grundsätzlich in die Steuererklärung müssen.

Steuererklärung welche Unterlagen einreichen: Welche Nachweise muss ich zu Hause aufbewahren?

In diesem Absatz erläutern wir, welche Bescheinigungen und anderen Nachweise du zu Hause aufheben musst.

Wie bereits erwähnt, solltest du immer alle wichtigen Nachweise und Bescheinigungen griffbereit haben, wenn das Finanzamt diese verlangt. Hefte sie daher passend in deinem Ordner ab und merke dir, wo du diesen aufbewahrst. In den folgenden Absätzen erläutern wir, welche Schreiben dabei sehr wichtig sind.

Spenden

Wenn du regelmäßig Spenden an bestimmte Organisationen tätigst, solltest du dir dafür eine Spendenquittung ausstellen lassen. Beachte immer, dass es sich dabei nicht zwingend um Geldbeträge handeln muss. Genauso werden dabei auch sogenannte Sachspenden und auch die gespendete Zeit zum Beispiel bei einer gemeinnützigen Aktion berücksichtigt.

Studienbescheinigung

Wenn du selbst studierst oder ein Kind hast, das an einer Uni oder Fachhochschule eingeschrieben ist, solltest du die Immatrikulationsbescheinigung in dem oben genannten Ordner abheften. Denn mit diesem Dokument bestätigst du, dass die jeweilige Person den geforderten Beitrag für das Studium bezahlt hat.

Werbungskosten

Auch die sogenannten Werbungskosten musst du unter Umständen mit bestimmten Nachweisen belegen. Darunter versteht man alle Kosten, die im unmittelbaren Zusammenhang mit deiner beruflichen Tätigkeit stehen. Dazu gehören viele unterschiedliche Posten, wie zum Beispiel Umzugskosten, die Möbel für dein Home-Office oder auch die Kosten für eine berufliche Weiterbildung. Beachte dabei, dass in der heutigen Zeit immer weniger Rechnungen in Papierform ausgestellt werden. Das ist aber kein Problem, da das Finanzamt auch Online-Quittungen akzeptiert. Diese musst du dann gegebenenfalls über das Internet übermitteln.

Vermögenswirksame Leistungen

Solltest du eine sogenannte Arbeitnehmersparzulage beantragt haben, musst Du diese in der Steuererklärung in der Anlage VL angeben. Dabei handelt es sich um eine Bescheinigung über die sogenannten vermögenswirksamen Leistungen. Auch diese bewahrst Du auf und hast sie immer zur Hand, wenn das Finanzamt sie einsehen will.

Außergewöhnliche Belastungen

Auch solltest du alle Nachweise über sogenannte außergewöhnliche Belastungen aufbewahren. Zu diesen zählen unter anderem die Pflegeheimkosten, die Krankheitskosten und die Unterhaltskosten. Auch wenn du für eine Beerdigung aufkommst, kannst du diese Beträge in der Einkommensteuererklärung angeben.

Nachweise über eine Behinderung

Besitzt du einen Schwerbehindertenausweis oder auch einen entsprechenden Feststellungsbescheid, sind dies ebenfalls Posten, die du in der Einkommensteuererklärung angeben kannst. Beide Dokumente werden dir von dem zuständigen Versorgungsamt ausgestellt. Alternativ kannst du auch einen sogenannten Behinderten-Pauschalbetrag angeben.

Altersvorsorgebeiträge

Auch wenn du für deine Rente freiwillig etwas in die sogenannte Riester-Rente oder auch auf eine andere Weise Geld einzahlst, solltest du dir von deiner Bank oder deiner Versicherung die passenden Nachweise besorgen. Sie kann theoretisch vom Finanzamt eingefordert werden.

Diese Unterlagen solltest du immer griffbereit haben:

  • Personalausweis
  • Reisepass
  • Steuernummer
  • Steueridentifikationsnummer
  • Bescheinigungen über die Höhe des ausgezahlten Gehaltes oder Arbeitslosengeldes
  • Mieteinnahmen
  • Rentenbescheide
  • Nachweise über Fahrtkosten, Kilometernachweise
  • Dokumente über die Zahlungen von Spenden und ggfs. für die Mitgliedschaft in gemeinnützigen Vereinen wie Caritas oder DLRG (keine Mitgliedsbeiträge von Sportvereinen o.Ä.)
  • Bewerbungskosten
  • Umzugskosten bei beruflicher Veranlassung
  • Steuerberatungskosten (bei einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein)
  • Erhaltene Leistungen beim sogenannten Versorgungsausgleich
  • Nachweise über die Werbungskosten
  • Nachweise für Arbeitsmittel
  • Quittungen für Berufsbekleidung
  • Kinderbetreuungskosten
  • Nebenkostenabrechnung mit dem Mieter
  • Kurkosten
  • Handwerkerrechnungen
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen (Gärtner, Haushaltshilfen, Umzugsunternehmen oder Pflegedienst) und
  • Antrag auf eine Wohnungsbauprämie

Wie du siehst, gibt es sehr viele unterschiedliche Dokumente und Unterlagen, die das Finanzamt einsehen könnte. Die oben aufgelisteten Posten sind nur eine kleine Auswahl und es gibt noch viele weitere. Ganz grundsätzlich solltest du alles, was du in der Steuererklärung angibst, auch belegen können. Dazu hebst du alle Dokumente und Nachweise auf und heftest sie in einem Ordner sauber und griffbereit ab. So sparst du dir viel Zeit und Ärger. In den meisten Fällen will das Finanzamt diese gar nicht einsehen, aber wenn es einmal doch so weit ist, bist du bestens gewappnet!

Wenn du nicht weißt, welche Dokumente und Unterlagen du aufheben oder einreichen musst, kannst du dich jederzeit an einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein wenden. Auch das Finanzamt selbst ist hier ein möglicher Anlaufpunkt. Rufe dieses an und stelle alle Fragen, die du in diesem Moment hast. So lassen sich Fehler vermeiden und der Vorgang wird beschleunigt. Auf diese Weise werden deine Angaben schneller überprüft und bearbeitet. So bekommst du schneller deinen Steuerbescheid, und auch eine mögliche Rückzahlung wird schneller ausbezahlt.

Fazit

Es lohnt sich immer, alle wichtigen Dokumente im Zusammenhang mit der Belegvorhaltepflicht eine gewisse Zeit aufzubewahren. Manche Belege kann das Finanzamt sogar bis zu zehn Jahre einsehen wollen. Daher solltest du sie auch so lange griffbereit haben. Dann brauchst du sie in einer solchen Situation nicht lange zu suchen und kannst du dem Ärger mit dem Finanzamt aus dem Weg gehen. Oben wurde beschrieben, welche Schreiben besonders wichtig sind. Diese solltest du auf jeden Fall zu Hause aufbewahren und wissen, wo sie sind.

Jetzt Steuererklärung beginnen und das Beste aus dieser herausholen auf Steuergott.com

Jetzt Steuererklärung beginnen