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Welche Versicherung kann man von der Steuer absetzen?

Viele Menschen wissen nicht, dass sie in der Steuererklärung auch Versicherungen angeben können. Wenn du Freiberufler oder selbstständig bist oder aber auch einfach als Angestellter etwas Geld am Ende des Jahres durch zu viel gezahlte Steuern zurückbekommen willst, solltest du dir die folgenden Steuertipps gründlich durchlesen. Dabei erfährst du, welche Policen sich absetzen lassen und wie dies funktioniert. Es wird unterschieden zwischen den sogenannten Versorgungsaufwendungen, Werbungskosten und Alters-Vorsorgeaufwendungen.

Steuertipps: Policen als Vorsorgeaufwendungen angeben

Den Großteil der Versicherungen gibst du in deiner Steuererklärung als sogenannte Vorsorgeaufwendungen an, die auch als Sonderausgaben bezeichnet werden. Hierbei kannst du einen Betrag von maximal 1.900 € im Jahr geltend machen. Und diesen hast du schnell erreicht, wenn du deine Beiträge zur Kranken-, Pflege-> und Arbeitslosenversicherung oder aber auch die freiwillige Arbeitsunfähigkeitsversicherung angibst.

Wenn du hingegen selbstständig bist, gilt ein Höchstbetrag von 2.800 €. Bei Verheirateten werden beide Beträge entsprechend verdoppelt. Zu den Vorsorgeaufwendungen gehören zum Beispiel diese Policen:

  • Gesetzliche Krankenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Risikolebensversicherung und
  • Arbeitslosenversicherung

Versicherungen angeben als Werbungskosten

Wenn du mit bestimmten Policen diverse berufliche Risiken absicherst, kannst du sie in der Steuererklärung als sogenannte Werbungskosten absetzen. Das Gute ist, dass es dabei keine Höchstgrenze gibt und du kannst den gesamten Betrag angeben. Sobald du mit deinen Werbungskosten 1.000 € übersteigst, ist daher jeder Euro steuermindernd. Dazu gehören:

  • Berufsrechtsschutzversicherungen
  • der berufliche Anteil der Unfallversicherung und auch
  • Berufshaftpflichtversicherungen

Versicherungen angeben als sogenannte Alters-Vorsorgeaufwendungen angeben Auch wenn du bestimmte Versicherungen oder Verträge zur Altersvorsorge abgeschlossen hast, solltest du diese in der Einkommensteuererklärung angeben, denn 90 % davon kannst du als Sonderausgaben absetzen. Der Prozentsatz soll bis zum Jahr 2025 jedes Jahr noch um zwei Prozentpunkte ansteigen. Beachte aber, dass der Höchstbetrag hierbei bei 25.541 € liegt, wenn du ledig bist. Bei Verheirateten verdoppelt sich der Betrag wieder.

Lohnt es sich, die Versicherungen von der Steuer abzusetzen?

Ja, auch wenn das mit ein wenig mehr Arbeit verbunden ist, lohnt es sich durchaus, alle Versicherungen, die anerkannt werden, von der Steuer abzusetzen. Diese sind teilweise recht teuer und nehmen einen großen Teil des Gehalts ein. So müssen Selbstständige zum Beispiel einen pauschalen Betrag im Monat für ihre gesetzliche Krankenkasse zahlen, ohne dass dieser genau berechnet wird. Wenn das auf dich zutrifft, solltest du dir auf jeden Fall alles zurückholen, was dir zusteht.

Welche Versicherungen zählen zu den sogenannten sonstigen Vorsorgeaufwendungen?

Neben den bereits genannten Versicherungen kannst du einige weitere Posten in deinem Steuerbescheid angeben, die zu den sogenannten sonstigen Vorsorgeaufwendungen gehören, und zwar:

  • Krankenzusatzversicherung (bei Krankheit)
  • Zahnzusatzversicherung (bei besonderer Pflege)
  • Krankentagegeldversicherung
  • Pflegezusatzversicherung
  • Unfallversicherung (im privaten Bereich)
  • Auslandsreisekrankenversicherung
  • Haftpflichtversicherung
  • Sterbegeldversicherung
  • Kfz-Haftpflichtversicherung
  • Kapitallebensversicherung, die vor dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurde

Berufliche Versicherungen

Auch kannst du einige berufliche Policen von den Steuern absetzen, wie zum Beispiel
  • die Unfallversicherung (bei Krankheit durch die Arbeit)
  • die Rechtsschutzversicherung
  • die Berufshaftpflichtversicherung und
  • die Rechtsschutzversicherung

Welche Nachweise muss ich einreichen, wenn ich Versicherungspolicen von der Steuer absetzen will?

Alle Versicherungen, die ohnehin schon auf deinem Lohnsteuerbescheid eingetragen werden, brauchst du nicht nachzuweisen. Die anderen Posten kannst du nur in Höhe der Beträge absetzen, die du wirklich gezahlt hast. Häufig will das Finanzamt daher die Überweisungsbelege oder auch die Kontoauszüge sehen und es reicht nicht aus, wenn du eine Rechnung einreichst.

Wo muss ich die Versicherungen in der Einkommensteuererklärung eintragen?

Die meisten der genannten Policen musst du in der Anlage mit dem Namen Vorsorgeaufwand in der Einkommensteuererklärung eintragen. Handelt es sich hingegen um Ausführungen, die nur auf den beruflichen Zweck ausgerichtet sind, wählst du den Punkt Werbungskosten, den du unter der Anlage N in deiner Einkommensteuererklärung findest. Für Riester-Verträge gibt es zusätzlich noch eine andere Anlage mit dem Namen AV. Das alles klingt recht kompliziert, ist aber gar nicht so schwer, wenn man erst einmal den Überblick gefunden hat.

Welche Versicherung kann man von der Steuer absetzen? Hausratversicherung für das Arbeitszimmer

In der heutigen Zeit arbeiten viele Menschen im Homeoffice. So findet der Berufsalltag häufig zu Hause statt. Die Hausratversicherung schützt alle in deinem Haus oder deiner Wohnung untergebrachten Gegenstände vor Einbruch, Schäden oder auch Brand. Somit handelt es sich um eine Sachversicherung. Diese kannst du eigentlich nicht von Steuer absetzen. Anders sieht es aber aus, wenn du im Homeoffice einen Raum als Arbeitszimmer nutzt. Diesen Bereich der Wohnung/des Hauses kannst du prozentual im Zusammenhang mit deiner Hausratversicherung angeben.

Ist deine Wohnung zum Beispiel 70 Quadratmeter groß ist und der Raum, in dem du arbeitest, etwa sieben Quadratmeter groß, kannst du zehn Prozent der gezahlten Beträge der Hausratversicherung steuerlich absetzen. Selbstständige tragen den Wert bei den Betriebskosten auf der Anlage EÜR (Einnahmeüberschussrechnung) ein. Als Angestellter wählst du dagegen die Werbungskosten.

Wann kann ich mein Arbeitszimmer mit der Hausratversicherung verrechnen? Damit du dein Arbeitszimmer im Zusammenhang mit der Hausratversicherung im Steuerbescheid angeben kannst, müssen folgende Punkte gewährleistet sein:

  • Du hast ein Einkommen erzielt, das zu versteuern ist
  • Es handelt sich bei deinem Arbeitszimmer um einen separaten und abgetrennten Raum
  • Als Angestellter musst du nachweisen, dass du laut Arbeitsvertrag zumindest einen Teil deiner Arbeitszeit im Homeoffice verbringen kannst.
Welche Versicherungen kann ich nicht von der Steuer absetzen? Diese Policen lassen sich nicht steuerlich geltend machen:
  • Reisegepäck- und Reiserücktrittversicherung
  • Kfz-Kaskoversicherung
  • Gebäude- und Hausratversicherung (Ausnahme siehe Arbeitszimmer)
  • Fahrradversicherung
  • Privat-/Mietrechtsschutz-/Verkehrsrechtsschutzversicherung
  • Hausratversicherung

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