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Zu versteuerndes Einkommen errechnen

Anhand der Höhe des zu versteuernden Einkommens wird der Steuersatz berechnet und somit auch die Steuerlast, die du zahlen musst. Erfahre im folgenden Artikel, wie du deinen Steuerbetrag senken kannst und was du sonst noch beachten musst.

Einkommenssteuer: Wie unterscheiden sich Einkommen, Einkünfte und Einnahmen?

Zunächst einmal wird unterschieden zwischen den Begriffen Einkommen, Einkünfte und Einnahmen. Letztere beschreiben alle Bruttobeträge, die dir auf irgendeine Weise zukommen. Einkünfte sind dagegen Zahlungen, die übrigbleiben, wenn du deine Ausgaben von deinen Einnahmen abziehst. In diesem Zusammenhang wird oft auch von sogenannten Werbungskosten gesprochen. Diese gibst du unter anderem auch bei der Steuererklärung an. Als Drittes ist mit Einkommen alle deine Einkünfte abzüglich der Sonderausgaben und der sogenannten außergewöhnlichen Belastungen gemeint.

Wie kann ich das zu versteuernde Einkommen berechnen?

Bemessungsgrundlage herangezogen. Wie oben bereits erklärt, ist das Einkommen hier die entscheidende Rechengröße. Doch hierbei kannst du zusätzlich bestimmte Posten anrechnen und den Betrag somit reduzieren. Ganz grundsätzlich wird das zu versteuernde Einkommen dafür benötigt, um die Einkommenssteuer zu berechnen und das so genau wie möglich. Darüber gilt sie auch als Bemessungsgrundlage für den sogenannten Solidaritätszuschlag und auch die Kirchensteuer. Denn beide Werte werden aus der Lohnsteuer errechnet.

Wenn das zu versteuernde Einkommen bei einer in Deutschland lebenden Person unter dem sogenannten Grundfreibetrag liegt, braucht sie diese nicht zu zahlen. Wird hingegen die Grenze überschritten, erfolgt eine Berechnung mit festgelegten Formeln, um zu ermitteln, wie hoch die Steuerlast letztlich ist. Wenn du erfahren willst, wie dieser Punkt in deinem Fall aussehen würde, können dir die folgenden Beispiele behilflich sein:

Beispiel 1: Single ohne Kinder Wenn du ledig bist, keine Kinder hast, kein Mitglied in einer Kirche bist und dein jährliches Bruttogehalt rund 23.000 Euro beträgt (monatlich etwa 1.920 Euro brutto), kannst du den zu versteuernden Anteil deines Bruttogehalts durch die gesetzlichen Abzüge für Vorsorgeaufwendungen, Werbungskosten sowie auch die sogenannten Sonderausgaben schon auf etwa 20.000 € senken.

Beispiel 2: Verheiratete Person mit zwei Kindern Etwas anders sieht die Situation aus, wenn du verheiratet bist und zwei Kinder hast. In diesem Beispiel verdient dein Ehepartner circa 66.000 Euro brutto jährlich. Da sein / ihr Einkommen so gut ist, übernimmst du die Rolle des Hausmanns / der Hausfrau und hast lediglich als Trainer/in einer Jugendmannschaft im Fußball circa 2.400 Euro in Form von steuerfreien Einkünften erlangt. Nun könnt ihr bei der Ermittlung der Lohnsteuer folgende Posten angeben:

  • Fahrt zur Arbeit deines Ehepartners: 40 Kilometer
  • Einzahlung in die private Altersvorsorge: 3.700 Euro
  • Steuerberatungskosten: 600 Euro
  • Spenden: 600 Euro
  • Haftpflichtversicherungen: 380 Euro

Darüber hinaus vermietet ihr noch ein Objekt und erzielt dadurch Einnahmen in Höhe von etwa 7.000 Euro im Jahr. Durch die recht hohen Aufwendungen beträgt der Überschuss allerdings nur circa 500 Euro. Unter Berücksichtigung der beiden Kinderfreibeträge betragen damit eure gemeinsamen Aufwendungen knapp unter 40.000 Euro.

Solltest du weitere Fragen zu der Berechnung des zu versteuernden Einkommens haben, kannst du dich jederzeit an einen Steuerberater wenden und dich beraten lassen. Alternativ steht dafür auch ein sogenannter Lohnsteuerhilfeverein zur Verfügung. Allerdings sind viele dieser Anlaufstellen nur für Angestellte da. Selbständige werden dagegen nicht aufgenommen.

Welche Einkünfte spielen dabei eine Rolle?

Oben wurde bereits erwähnt, warum dieser Punkt so wichtig ist. Wenn du mehrere Einkünfte hast, werden diese zusammengerechnet. Das können zum Beispiel Einnahmen aus Tätigkeiten in den folgenden Branchen sein:

  • Land- und Forstwirtschaft
  • Selbständige Arbeit
  • Gewerbebetrieb
  • Vermietung und Verpachtung
  • Kapitalvermögen
  • Nicht selbständige Arbeit und
  • sonstige Einkünfte

Wenn Du angestellt bist, spielt dabei das Gehalt die wichtigste Rolle. Alle Einkünfte werden addiert und anschließend kannst Du die Werbungskosten abziehen, um den endgültigen Betrag zu erhalten und ihn etwas zu senken.

Ist mein Bruttojahresgehalt das zu versteuernde Einkommen?

Oben wurde dieser Punkt bereits etwas erläutert. Bei dem zu versteuernden Einkommen geht das Finanzamt immer individuell vor und es ist immer niedriger als dein jährliches Bruttoeinkommen.

Was ist der Altersentlastungsbetrag?

Der sogenannte Altersentlastungsbetrag gilt für Menschen, die bereits Rentner sind, aber dennoch bestimmte Einkünfte erzielen. Er steht dir zu, sobald du dein 64. Lebensjahr vollendet hast und wird seit 2005 bis zum Jahr 2040 stufenweise aufgebaut. So hast du im Rentenalter weniger Abzüge und wirst auf diese Weise dafür belohnt, dass du noch einer Tätigkeit nachgehst. Bei weiteren Fragen kannst du dich auch dazu bei deinem Steuerberater erkundigen.

Abschließende Bemerkung

Um möglichst viel aus deiner Steuererklärung herauszuholen, solltest du die oben beschriebenen Tipps und Tricks beachten. Darüber hinaus kannst du dich auch immer an einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein wenden. Gerade dann, wenn du dich mit diesem Thema kaum oder gar nicht auskennst, solltest du dir fachkundige Hilfe holen.

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